Transparenz im Prozess: Vom Antrag bis zur Auszahlung.

Wenn wir über Geld reden, ist die Zeit meist der kritische Faktor. Sie als Unternehmer möchten wissen: Wann landet die Zulage auf dem Konto? Lassen Sie uns den Prozess realistisch durchleuchten.

Die erste Stufe findet bei der BSFZ statt. Sobald wir den Antrag im Portal abgeschickt haben (was übrigens zwingend ein Elster-Zertifikat erfordert), beginnt die Uhr zu ticken. Die BSFZ hat eine festgelegte Bearbeitungsfrist von bis zu 3 Monaten, und meine Erfahrung zeigt: Es dauert meist zweieinhalb Monate, bis wir ein Lebenszeichen hören. Oft kommt dann kurz vor Ablauf der Dreimonatsfrist eine Nachforderung. Keine Sorge, das ist fast Standard und gibt uns die Chance, feinjustiert nachzuargumentieren. Haben wir diese Rückfragen beantwortet, geht es oft blitzschnell – manchmal liegt der Bescheid schon zwei Tage später im Portal.

Stufe zwei ist das Finanzamt. Wenn das Jahr abgelaufen ist, können wir den Antrag auf die Zulage für das betreffende Jahr mit dem Bescheid der BSFZ sofort stellen. Im schnellsten Fall, den ich begleitet habe, war das Geld nach sechs bis sieben Wochen auf dem Konto. Wenn das Unternehmen profitabel ist, wird die Zulage mit der nächsten Steuerschuld verrechnet.

Aber Obacht: Das Finanzamt prüft nun genauer. Früher musste man kaum Belege mitschicken, heute wollen die Sachbearbeiter direkt die Stundenzettel und Lohnjournale sehen, um die Prüfung zu beschleunigen. Insgesamt sollten Sie also mit etwa vier bis sechs Monaten rechnen, bis die Liquidität für abgelaufene Jahre wirksam wird. Läuft Ihr Projekt noch in Gegenwart und Zukunft, dann ist für diesen Anteil der Antrag immer jeweils nach Ablauf des Jahres zu stellen.

Das Schöne im Vergleich zu Programmen wie ZIM: Wir haben keine unendlichen Rückfragerunden. Es gibt maximal eine Nachforderungsrunde bei der BSFZ. Das spart Ihnen Nerven und Zeit und Sie wissen schneller Bescheid.