Der feine Unterschied zwischen Alltag und Innovation.

In meiner täglichen Praxis am Besprechungstisch höre ich oft: „Frau Theunissen, wir entwickeln doch nur unsere Produkte weiter. Ist das denn schon Forschung?“ Meine Antwort ist dann immer: Es kommt auf die technologische Hürde an.

Die Forschungszulage unterscheidet zwischen förderfähigen F&E-Aktivitäten und nicht förderfähigen Routinetätigkeiten. Für die BSFZ müssen drei Kriterien erfüllt sein: Neuartigkeit, Risiko und Planmäßigkeit. Routine ist es, wenn Sie bewährte Verfahren ohne Risiko anwenden – etwa ein Standard-Software-Update oder die rein optische Anpassung eines Gehäuses.

Innovation beginnt dort, wo Sie neues Wissen generieren oder vorhandenes Wissen auf völlig neue Weise kombinieren. Ein Beispiel: Die Entwicklung einer neuen Justageeinrichtung für Testkörper in einem Messgerät, die unter extremen Bedingungen prozesssicher funktionieren muss. Hier war zu Beginn nicht sicher, ob die geforderte Präzision erreicht werden kann. Dieses technologische Risiko ist Ihr Ticket zur Förderung.

Dokumentieren Sie nicht nur den Erfolg, sondern vor allem die Schwierigkeiten, die Sie überwunden haben. Das ist der Kern der „experimentellen Entwicklung“.